
Kleine und mittelgroße Formteile mit komplexen Geometrien lassen sich mit der Lasersinter-Technologie inzwischen auch in größeren Stückzahlen wirtschaftlich fertigen. Damit bietet sich das generative Schichtbau-Verfahren sowohl als Produktionsalternative für die Serienfertigung von Kunststoffteilen als auch für die kostengünstige Herstellung von Ersatzteilen an.
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| Kunststoffteile mit komplexen Geometrien entstehen kostengünstig im e-Manufacturing |
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| Die modernen EOS-Anlagen bei FKM arbeiten schnell dank Doppelkopf-Laser. |
Da für das Lasersintern kein teures Formwerkzeug benötigt wird, können die Kunststoffteile zu einem sehr günstigen Preis hergestellt werden. Diese niedrigen Kosten gepaart mit der Schnelligkeit des Verfahrens erlauben zugleich die bedarfsgerechte On-Demand-Produktion von Ersatzteilen - womit sich für das Lasersintern einen weiteres großes Einsatzgebiet auftut.
Beide Anwendungen - e-Manufacturing und On-Demand-Ersatzteilwesen - profitieren davon, dass die steuerungstechnische Basis für die CO2-Laser der Sinteranlagen direkt aus den Geometriedaten etablierter 3D CAD-Konstruktionsprogrammen (ProEngineer, Solid Works, AutoCAD etc.) gewonnen werden. Der Aufwand für die Anfertigung von Werkzeugen entfällt daher. Zudem verfügen die Anlagen heute über schnelle Doppelkopf-Laser und große Bauräume von bis zu 700 x 380 x 580 Millimetern. Vor allem kleinere Kunststoffteile lassen sich somit sehr wirtschaftlich in größeren Stückzahlen produzieren.
Das Lasersintern ist im Gegensatz zur Stereolithografie ein trockenes Verfahren. Dabei erstellen CO2-Laser die Teile schichtweise aus pulverförmigem Material und versintern sie. Abhängig von Komplexität, Größe und Anzahl der Teile dauert das nur wenige Stunden. Das Verfahren arbeitet ohne Stützgeometrien. Die lasergesinterten Bauteile bestehen vorwiegend aus weißem Polyamid 12, einem serientauglichen Standard-Werkstoff für viele technische Anwendungen. Getestet wird seit kurzem auch CarbonMide®. Dieses mit Carbonfasern gefüllte, schwarze PA-Compound verfügt über eine hohe Festigkeit bei geringem Gewicht und kommt derzeit vor allem bei Bauteilen für den Rennsport zum Einsatz.