Panorama der Produktionshalle

Alles im Griff
Dezember 2006


Wirtschaftliches E-Manufacturing mit dem Lasersintern

Vor allem kleine und mittelgroße Formteile lassen sich mit der Lasersinter-Technologie inzwischen auch in größeren Stückzahlen wirtschaftlich produzieren. Der Messer-Hersteller Solicut lässt in diesem generativen Schichtbau-Verfahren die neuen Griffe seiner hochwertigen Küchenmesser fertigen.

FKM-Maschinenpark
Moderner Maschinenpark fürs e-Manufacturing: Bei FKM sind 13 Lasersinteranlagen in Betrieb.
Der Durchbruch scheint gelungen: Anfang der 90er-Jahre als Technik des Rapid Prototyping entwickelt, ist das Lasersintern heute  eine Ernst zunehmende Alternative für die Serienproduktion von Kunststoffprodukten. Insbesondere bei kleinen und mittleren Losgrößen verdrängt sie inzwischen vielfach das Fräsen oder Spritzgießen. Der Messer-Hersteller Solicut (www.solicut.de) mit Firmensitz in Solingen nutzt das Verfahren beispielsweise zur Fertigung der Griffe für seine neue Küchenmesser-Serie Absolut ML.

 

Messerscharf kalkuliert

Messer mit gesinterten Griffen
Lasergesinterte Messergriffe in bedarfsgerechten Losgrößen: Lebensmittelecht, umweltverträglich und mit rutschfester Oberfläche.
Mit der Realisierung seiner neuen, sehr Design orientierten Messergriffe beauftragten die Solinger das Unternehmen FKM-Sintertechnik, einen der derzeit führenden e-Manufacturing-Dienstleister. Es gehört zu den ersten, die im Lasersintern Serien von bis zu 10.000 Stück produzieren. In der Regel sind es kleine bis mittelgroße Formteile mit mehr oder minder anspruchsvoller Geometrie, die FKM in wenigen Stunden oder über Nacht in Form bringt.

Die neuen Messergriffe benötigt der Hersteller in zwei Grundtypen sowie jeweils zwei großen und zwei kleinen Ausführungen. Da für das Lasersintern aber kein teures Formwerkzeug benötigt wird, können alle Teile zu einem sehr günstigen Preis hergestellt werden. Die niedrigen Kosten gepaart mit der Schnelligkeit des Verfahrens erlauben zugleich die bedarfsgerechte On-Demand-Produktion der jeweils benötigten Losgröße. Serienstart war 2006 und bisher wurden bereits über 3000 Stück der Messergriffe produziert.

Einbaufertige Serienteile

FKM-Sintertechnik liefert die Griffe montagefertig mit integriertem Schnappverschluss und ohne Nieten. Dazu werden die lasergesinterten Teile schwarz eingefärbt und anschließend trowalisiert. So erhalten sie eine griffsympathische und rutschfeste Oberfläche mit optisch interessanter Struktur. Zudem ist der verwendete Serienwerkstoff PA 12 lebensmittelecht und biokompatibel.

Das Lasersintern ist ein trockenes Verfahren. Dabei erstellen CO2-Laser die Teile schichtweise aus pulverförmigem Material und versintern sie. Abhängig von Komplexität, Größe und Anzahl der Teile dauert das nur wenige Stunden. Das Verfahren arbeitet ohne Stützgeometrien.

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